Zur Startseite - das Weblog -Lernen soll Spaß machen, aber wie lernt man eigentlich richtig? Wer sich noch an seine Schulzeit erinnern kann, wird eher mit gemischten Gefühlen an das Thema "Lernen" zurückdenken. Hier wurde ja meist für Prüfungen gelernt, die Tätigkeit "Lernen" wurde bis zum letzten möglichen Termin hinausgeschoben und dann - oft erst einen Tag vor der Prüfung - der notwendige Stoff "gepaukt".
Solche Erfahrungen lassen in der Regel keinen Spaß am Lernen aufkommen. Gerade das gezielte Auswendiglernen kurz vor einer Prüfung ist nicht besonders effektiv, um das Gelernte wirklich lange zu behalten. Außerdem ist solches Lernen unter Stressbedingungen nicht besonders angenehm.
Advertisement/WerbungEs gibt nun einige Leute wie die Autorin Vera F. Birkenbihl, die sich mit dem Thema intensiv beschäftigt hat. Sie hat herausgefunden, dass Unlustgefühle deswegen mit dem Thema "Lernen" verbunden sind, weil wir es falsch anpacken. Sie hat eine Methode erarbeitet, mit dem das Lernen nicht nur angenehmer ist, sondern sich die gelernten Dinge besser und nachhaltiger behalten lassen.
Die Birkenbihl-Methode ermöglicht des Lernen "gehirn-gerecht" (der Bindestrich gehört dazu!) zu gestalten, so dass sich das menschliche Gehirn beim Lernen wohlfühlt. Eine der wesentlichen Erkenntnisse von Frau Birkenbihl ist, dass wir eigentlich in Bildern denken, um uns an Dinge zu erinnern. Daher arbeitet Sie in Ihrer Lerntechnik gern mit Bildern. Auch in Ihren Büchern und sonstigen Publikationen findet man häufig Illustrationen, die den Sachverhalt erläutern oder auch nur optisch auflockern und damit das Lernen erleichtern.
Die Birkenbihl-Methode ist vor Allem zum Erlernen von Sprachen interessant. Bei Ihrer Methode ist das Auswendiglernen von Vokabeln verboten. Statt dessen arbeitet Frau Birkenbihl mit "dekodierten" fremdsprachlichen Texten.
Beispiel: will ein Deutscher die französische Sprache erlernen, wird der Text im Lehrbuch nicht mehr in die deutsche Grammatik übertragen. Statt dessen "lernt" der Deutsche den französischen Text in der französischen Satzstellung aber mit deutschen Worten. Aus dem folgenden Zitat aus "Französisch 2 für Einsteiger":
Parce qu'un débutant est comme un enfant: il doit d'abord avancer pas à pas.
wird beispielsweise der dekodierte deutsche Text:
Weil daß-ein Anfänger ist wie ein Kind: er muß zuerst fortschreiten Schritt für Schritt.
Diese deutsche Version erinnert stark an maschinelle Übersetzungen, ist aber genau richtig, um die Satzstellung in der Fremdsprache gleich mit zu lernen. Auf diese Weise vermeidet man von vorne herein, die fremdsprachigen Formulierungen versehentlich in der muttersprachlichen Satzstellung zu versuchen.
Advertisement/WerbungSo lassen sich auch Eigenheiten wie das französische "Il fait froid" besser lernen, wenn man weiß, dass es wörtlich übersetzt "Es macht kalt" bedeutet. Würde man hier aus der deutschen Logik mit "Es ist kalt" einfach in "Il est froid" übersetzen, würde der Franzose uns wohl nicht verstehen.
Neben dieser Besonderheit des de-kodierens besteht die Birkenbihl-Methode außerdem aus aktivem und passivem Lesen und Zuhören. Beim aktiven Zuhören, hört man den Text in der Fremdsprache, während man den de-kodierten Text aktiv mitliest. Dies wiederholt man einige Male, bis sich die fremden Wörter in Zusammenhang mit der deutschen Bedeutung eingeprägt haben. Dabei muss nichts auswendig gelernt werden, es geht hier nur darum, die Bedeutung der vorgelesenen Sätze zu verstehen.
Beim passiven Zuhören spielt man sich den fremdsprachigen Text so oft wie möglich "nebenbei" vor. Hierzu eignen sich viele Tätigkeiten wie Abspülen, Bügeln oder Autofahren, bei denen man dies ohne zusätzlich aufgewendete Zeit durchführen kann.
Erst dann wird an der Aussprache gearbeitet, weil nun der Lernende die Bedeutung der Worte schon versteht und sich auch schon an die Klangmelodie gewöhnt hat. Hier wird von Frau Birkenbihl die Chor-Methode© vorgeschlagen. Dabei sprechen Sie den fremdsprachigen Text zusammen mit dem vorgelesenen Text aus dem Wiedergabegerät.
Frau Birkenbihl hat mit Ihren Lernmethoden nicht nur das Sprachenlernen neu erfunden, in ihren Büchern gibt es außerdem eine Menge Hinweise zum Einprägen von Einkaufslisten oder wie man sich Namen leichter behalten kann. Ihr Beststeller "Stroh im Kopf - Vom Gehirn-Besitzer zum Gehirn-Benutzer" ist inzwischen in der 42. Auflage erschienen und in viele Sprachen übersetzt worden. Es ist hervorragend als Einstiegs-Literatur geeignet, um die Eigenheiten der Lerntechniken von Frau Birkenbihl kennen zu lernen.
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