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In diesem Podcast verwendete Musik "Regression" stammt von der Band
Green Eyes. Danke an die Band und an podshow.com für das Bereitstellen der GEMA-freien Musik.
Auf meine erste Ausgabe "Lernen nach der Schule? Wer braucht das denn noch?" habe ich einen Kommentar als Feedback bekommen, auf den ich in der heutigen Sendung näher eingehe. Ich würde mich freuen, wenn auch andere Leute etwas dazu sagen könnten, insbesondere ob mein Vortragstil zu trocken oder zu belehrend wirkt.
Doch nun zum Hauptthema:
Sie kennen sicher den alten Spruch "Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr". Damit wurde man als Schüler dazu angehalten, das Wissen möglichst in der Jugend begierig aufzunehmen, weil man ja im Alter sowieso nichts mehr Neues lernen kann.
Die Wissenschaft ist jedoch heute davon überzeugt, dass dieser alte Spruch komplett überholt ist. So wird vermutet, dass der Mensch im Alter deshalb nicht mehr so viel lernt, weil er es einfach nicht mehr ständig tut. So wird nach der Schule das Thema "Lernen" oft so gründlich in den Hintergrund gedrängt, dass schon allein das Wort Unbehagen auslöst. Trotzdem lernen wir auch nach der Schule noch viel Neues.
Im Vergleich zu unserem Lernpensum das wir in Schule und Universität bewältigt haben, ist der aufgenommene Lernstoff immer weniger geworden. Im Alter kommt dann noch die bereits gemachte Erfahrung dazu. Damit lassen sich viele Dinge auf bewährte Weise erledigen, und ein Erlernen von neuen Fertigkeiten ist dann gar nicht notwendig.
Es gibt noch eine weitere Theorie zum Lernen im Alter: Ältere Menschen können unwichtige Informationen nicht so gut ignorieren wie die jungen. Der "Arbeitsspeicher" im Gehirn wird dann überlastet und die relevanten Informationen kommen gar nicht erst im Kurzzeitgedächtnis an. Ein Artikel, den ich auf der Website von gelbeseiten.de gefunden habe, beschreibt diesen Effekt etwas ausführlicher.
Unter dieser Adresse:
Artikel auf http://www.gelbeseiten.de
finden Sie den Artikel.
Die Forscher sind sich aber darüber einig, dass die Aufnahme von neuem Wissen mit zunehmendem Alter längere Zeit braucht. Ältere Menschen brauchen in der Regel mehr Wiederholungen, während die Jungen sich vieles schon beim ersten Mal merken können.
Trotzdem meinen die Fachleute, dass ältere Menschen ebenso gut neues lernen können wie jüngere. Sie benötigen vielleicht etwas mehr Zeit und mehr Wiederholungen, aber die Aussage "nimmermehr" aus dem alten Spruch sollte damit widerlegt sein.
Wer noch mehr Hintergrundwissen dazu nachlesen will: Es gibt einen interessanten Artikel auf der Seite vom Seniorweb der Uni Bonn.
Unter dieser Adresse:
Artikel bei http://www.seniorweb.uni-bonn.de
finden Sie den Artikel.
Dort werden die Faktoren beschrieben, die das Lernen im Alter beeinflussen. Auch dieser Artikel bestätigt noch mal, dass es für ältere Menschen sinnvoll ist, Ihr Lerntempo selbst zu bestimmen und nicht unter Zeitdruck zu lernen. Wichtig ist auch eine gute und übersichtliche Gliederung des Lernmaterials. Und die Lernleistung im Ater hängt auch immer etwas vom Gesundheitszustand ab.
Wenn Sie also schon zu den Senioren gehören, dann sollten Sie sich von neuem Wissen nicht abschrecken lassen. Mit der richtigen Technik können auch Sie noch eine Fremdsprache lernen oder sich anderes Wissen aneignen.
Natürlich will ich von meinen Zuhörern immer gut verstanden werden. Daher betreibe ich regelmäßig Sprechtraining um mich hier weiter zu verbessern. In dieser Ausgabe gibt's einen Einblick, wie sowas aussieht (nicht ganz Ernst gemeint).