Zur Startseite - das Weblog -Was man hier in Deutschland mit Web-Designern erleben kann, haben Sie bereits lesen können. Der Herr Grafiker hat offenbar neue Kunden nicht nötig und vermutlich auch keinen Ruf zu verlieren. Immerhin hatte er ja die Anzahlung schon kassiert. Würde ich so mit meinen Kunden umgehen, wäre ich sicher nicht mehr im Geschäft. Da kann man nur hoffen, dass er wenigstens soviel Anstand besitzt, die Anzahlung zu erstatten. Immerhin war er es ja, der keine Lust mehr hatte, meinen Auftrag auszuführen.
Letzte Woche erhielt ich eine E-Mail, dass er die Anzahlung als Vergütung seiner "Beratung" behalten würde. Immerhin hätte er schon eine Leistung erbracht (es erschließt sich mir aber nicht, welche das sein soll) und ich solle doch froh sein, wenn er keine weiteren Aufwände (welche Aufwände?) in Rechnung stellen würde.
Natürlich sind im Vorwege Informationen ausgetauscht worden. Schließlich hatte ich ja gehofft, nach spätestens 4 Wochen aufgrund dieser Informationen einen ersten Design-Vorschlag zu erhalten. Das HTML-Layout meiner Seiten wurde auch verändert, allerdings hatte ich ja hauptsächlich die Arbeit damit, um die Struktur der Seite den Anforderungen des Grafikers anzupassen. Kann ich jetzt für meine Programmierleistung "Anpassung der Software zwecks Optimierung der ausgegebenen HTML-Seiten" in Rechnung stellen?
Was erwartet man von einem Grafiker? Nun ja, ich hatte mir immer vorgestellt, dass man ein Farbschema als Vorschlag bekommt. Nach dem Schema wird dann die Seite aufgebaut, und zwar so, dass die Designelemente optisch ansprechend und gut bedienbar sind. Zumindest hatte ich mir das mal so gedacht und im Angebot stand irgendwas von "CD-Entwicklung".
Auf jeden Fall geht die Sache demnächst zum Anwalt, der will ja schließlich auch leben. Interessierte Anwälte, die den Fall gern übernehmen wollen, könne sich gern an mich wenden ;-)
Vielleicht sollte ich mich auch mal an die Medien wenden, damit die Firma auch öffentlich die Würdigung erfährt, die sie verdient.
Im Übrigen gibt es bei der Story auch etwas Positives zu vermelden: Das Logo lasse ich nun bei einer Agentur in USA anfertigen. Die haben mir für einen günstigen Preis von knapp 150 US-Dollar schon nach drei Werktagen die ersten acht Entwürfe geschickt. Nachdem mein Anwalt die meisten davon als tauglich für eine Markenanmeldung beurteilt hat, habe ich der Designerin ein Feedback gegeben, was mir an den Entwürfen nicht so gut gefallen hat. Drei Tage später hatte ich dann vier neue Entwürfe, die mir schon besser gefallen. Ich denke, im dritten Durchgang wird das Logo dann fertig werden.
Wer sich das mal anschauen möchte: Die Kandidaten für das endgültige Logo werden als eigener Beitrag hier im Blog veröffentlicht.
So stelle ich mir eine fruchtbare Zusammenarbeit mit Grafikern vor. Den Auftrag für die Neugestaltung der Webseiten werde ich ebenfalls ins Ausland vergeben. Ach und übrigens: Die Firma verlangt keine Anzahlung und garantiert so viele Entwürfe und Überarbeitungen bis der Kunde mit dem Ergebnis zufrieden ist.
Über die weiteren Erfahrungen mit Outsourcing von Grafikdienstleistungen werde ich an dieser Stelle gern weiter berichten, falls Interesse besteht (bitte ruhig einen Kommentar hinterlassen ob "ja" oder "eher nicht").