Zur Startseite - das Weblog -Welche Punkte sind wichtig, um ein gutes Angebot zum Online-Lernen bereitzustellen? Als Trainer und Tutor für diverse Onlinekurse habe ich im Laufe der letzten Jahre einige Erfahrungen gesammelt, die ich hier in komprimierter Form zusammengefasst habe. Bitte beachten Sie, dass der Begriff "Teilnehmer" auch gleichbedeutend für "Teilnehmerinnen" gelten soll. Aus Gründen der Vereinfachung habe ich hier nur die männliche Form gewählt, auch wenn in meinen Kursen ein recht hoher Frauenanteil enthalten ist.
Auch im Zeitalter von Video und E-Mail möchten die Teilnehmer gern etwas in Händen halten. Daher werden die Kursskripte meist am heimischen Drucker ausgedruckt und dann "offline" gelesen. Achten Sie daher darauf, dass ein Skript immer auch in einer Druckversion benutzbar ist. Onlinekurse, die nur von Querverweisen und Hyperlinks leben, die sich aber nicht linear lesen lassen, sind dazu nicht geeignet.
Die Teilnehmer von Onlinekursen wollen gern persönlich angesprochen werden. Hier genügt es meist, eine Begrüßungs-Mail zu schicken, die nicht direkt an den Bestellvorgang gekoppelt ist. In meinen Kursen erhält der Teilnehmer eine automatisierte E-Mail nach einer Woche, in der er gefragt wird, wie er mit dem Kurs bisher zurecht gekommen ist. Dabei wird auch noch mal darauf hingewiesen, dass ich als Tutor und Fachmann jederzeit für Fragen zur Verfügung stehe.
Es ist nicht immer leicht, festzustellen, ob die Teilnehmer den Kurs auch wirklich bearbeiten. Gerade wenn keine Aktion von Seiten der Teilnehmer gefordert wird, ist dies praktisch unmöglich. Eher unfreiwillige Feedbacks können auftreten, wenn im Kursmaterial noch Unklarheiten oder gar Fehler enthalten sind. Aufmerksame Teilnehmer schicken dann meist einen entsprechenden Hinweis, so dass man davon ausgehen kann, das der Kurs tatsächlich durchgearbeitet wurde. Werden diese Stellen jedoch in nachfolgenden Versionen bereinigt, besteht auch kein Grund mehr für eine entsprechende Meldung.
Gut bewährt hat sich daher, den Teilnehmern Hausaufgaben aufzugeben, deren Lösung nicht automatisiert überprüft werden kann. Bei meinen Kursen senden die Teilnehmer Ihre Lösungen per E-Mail ein, die dann von mir individuell durchgesehen und beurteilt werden. Dabei ist natürlich auch wichtig, besonders gute und kreative Lösungen zu loben oder auf Verbesserungsmöglichkeiten hinzuweisen.
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