Eintrag-Details: Lernen im Schlaf: Nürnberger Trichter entdeckt!

01.04.2006

Lernen im Schlaf: Nürnberger Trichter entdeckt!

Eine sensationelle Meldung kommt jetzt aus Amerika, dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Endlich ist es gelungen, Lerninhalte ohne mühsames Selber-Lernen direkt ins Gehirn zu übertragen.

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Vorausgegangen ist eine Studie des Communications Futures Program (CFP) vom renommierten Massachusetts Institute of Technology (MIT). Eine Forschergruppe war damit beschäftigt, die Vorgänge im Gehirn zu untersuchen, die beim Lernen auftreten. Dabei sollte die Rolle der Sinneseindrücke auf den Lernerfolg erforscht werden.

Mit Hilfe hochauflösender Computertomographie-Aufnahmen (sogenannter PET-Scans) des Gehirns konnten nun bestimmte Muster herausgefiltert werden, die beim Lernen von Fakten und Verhaltensweisen jedes Mal in bestimmter Reihenfolge aktiviert werden. Aufgrund der Position der Hirnaktivitäten, konnte eine genaue Zuordnung zu den Hör- und Sehzentren durchgeführt werden.

Werden diese während des lernens aufgezeichneten Gehirnaktivitäten anschließend entsprechen aufbereitet, können die erlernten Fakten durch einfaches Abspielen von Ton- und Videoeffekten direkt ins Gehirn übertragen werden. In Tierversuchen konnte man bereits erste Erfolge verzeichnen.

Im Tierexperiment wurden die Lerneindrücke bei der Dressur eines Schimpansen aufgezeichnet. Das Tier sollte lernen beim Erkennen einer bestimmten Person Stress zu empfinden. Dabei wurde dem Schimpansen das Bild einer bestimmten Person gezeigt und gleichzeitig ein schwacher aber unangenehmer Elektroschock ausgelöst.

Nachdem das Tier die Lektion (Stressreaktion beim Anblick dieser Person) gelernt hatte, wurde aus den aufgezeichneten Gehirnaktivititäten eine Art Video erstellt. Es handelt sich dabei um eine computergenerierte Sequenz aus Tönen und Bildern, die sich auf einen Zeitrahmen von zwei bis drei Minuten komprimieren lassen.

Anschließend wurde einer Gruppe von Schimpansen dieses komprimierte Video mehrfach vorgespielt. Dabei zeigten 70% der Versuchstiere schon nach der ersten Behandlung die gleiche Stressreaktion beim Anblick der betreffenden Person. Das Ergebnis konnte durch mehrfache Wiederholung bis auf maximal 83% verbessert werden.

Ziel der künftigen Forschung soll sein, die Erfolgsrate auf 100% bei einmaliger Behandlung zu verbessern. Auch soll bald geprüft werden, ob sich der Lerneffekt im Tierversuch auch zwischen unterschiedlichen Tierarten übertragen lässt.

Bleibt zu hoffen, dass diese Technik bald auch für Menschen verfügbar sein wird. Man stelle sich nur den Nutzen vor: Statt jahrelang die Schule zu besuchen, kann zukünftig Mathematik, Englisch, Deutsch und Geschichte als DVD bestellt werden. Oder noch besser: man bindet die optisch und akustisch kodierten Lerninhalte ganz unauffällig in Computerspiele ein. So kann Lernen in Zukunft wirklich Spaß machen.

Permalink 01.04.2006 11:55:10, von Marian Email , 387 Wörter, 3225 mal angeschaut   German (DE) Kategorien: Neuigkeiten

Kommentare, Pingbacks:

Kommentar von: Stephan Müller [Besucher]
Netter Aprilscherz :-) Gut reingeschickt.
Permalink 02.04.2006 @ 09:28

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