Zur Startseite - das Weblog -Einen recht interessanten Artikel habe ich gestern (Mittwoch 12.10.2006) bei "Nano" auf 3Sat gesehen. Hier wurde berichtet, dass man das Gehirn durch Anlegen einer Gleichspannung beim Lernen beschleunigen kann. Wichtig ist jedoch, auf die richtige Polarität zu achten.
Kein Scherz: Wird die Gleichspannung umgekehrt gepolt, lassen sich überempfindliche Gehirne (z.B. bei Migräne) entsprechend beruhigen.
Werden wir also in Zukunft alle mit einer Batterie auf dem Kopf herumlaufen?
Das glaube ich nun weniger. Das Anlegen des Gleichstroms hat zur Folge, dass die Neuronen auch bei geringerer Erregung "feuern", also der Schwellenwert zum Auslösen des Aktionspotentials schneller erreicht wird.
Das Gehirn ist somit in einem Zustand höherer Erregung und verarbeitet schneller. Jedoch bin ich nicht überzeugt, dass neues Wissen wirklich schneller in das Langzeitgedächtnis aufgenommen wird, ob es also einen positiven Effekt auch auf den Hippocampus gibt. Da muss man mal auf die wissenschaftlichen Publikationen des Neurologen warten.
Und selbst wenn, dem Gehirn wird es in dem Zustand egal sein, was es lernt. Insofern sehe ich diese Meldung eher kritisch.