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Ihr kennt sicher schon die Segnung des Web 2.0: Es ist interaktiv. Lesen war gestern (besser gesagt, letztes Jahrhundert), Suchen (oder "googeln" wie es inzwischen im Lexikon steht) ist eigentlich auch schon von Gestern denn es ist oft schwierig die richtigen Suchbegriffe auszuwählen um wirklich gute Ergebnisse zu erhalten. Was also ist der nächste Schritt?
Die Leute fragen jetzt einfach herum um Antworten zu finden. Das war auch früher schon möglich wenn man ein Online-Forum gefunden hatte in dem genau die Wissensthemen behandelt wurden (beispielsweise für bestimmte Computer-Software), aber es ist immer noch schwierig erst einmal die guten Foren zu finden.
Heutzutage gibt es Leute, die "fragen die Wolke", soll heißen, dass sie einfach ihre Frage "irgendwo" im Internet abladen. Und dieses "irgendwo" war eine ganze zeitlang Twitter. Man bekommt manchmal ganz gute Ergebnisse wenn man dort schlicht twittert "Wo ist das beste Fischrestaurant in Berlin/Deutschland?" Wenn man Glück hatte, gab es einige Follower die hier eine gute Empfehlung gegeben haben.
Doch inzwischen hat diese Form der Befragung ein eigenes Web 2.0 Tool bekommen und es nennt sich "Aardvark". Ihr könnt es direkt auf http://vark.com ausprobieren. Erstellt einfach einen kostenlosen Account, dann könnt ihr eure Fragen hier eintragen. Aardvark vergibt dann ein Label mit dem sich die Frage kategorisieren lässt, beispielsweise Facebook, Google Apps, Programming oder WordPress. Das Label kann natürlich vom Fragesteller manuell geändert werden.
Advertisement/WerbungDie Fragen werden an andere Leute weitergeleitet, die in ihrem Profil bestimmte Wissensgebiete ausgewählt haben. Damit weiß Aardvark ziemlich zuverlässig, welche Kandidaten die Fragen am sinnvollsten erhalten sollten. Der Nutzer kann einstellen, ob er Fragen per IM oder e-mail erhalten möchte, ihr könnt aber auch ganz einfach auf der Homepage regelmäßig nachschauen, wo euch maximal 15 aktuelle Fragen angeboten werden. Ist hier die eine oder andere Frage dabei, auf die ihr eine gute Antwort wisst, dann schreib sie einfach in das Antwortfeld und sie wird an den Fragesteller weitergeleitet.
Eine nette Story am Rande: Nachdem Aardvark als unabhängiges Web 2.0 Projekt gestartet war, wurde es im Februar 2010 von Google für 50 Millionen Dollar aufgekauft weil es mit diesem herausragenden Konzept so gut in Googles Portfolio gepasst hat. Obwohl Aardwark also als eigenständiges Web 2.0 Produkt gestartet ist, gehört es nun zum Google Konzern.
Kategorien: Krimskrams, Quick Tipps Bisher keine Kommentare/Pingbacks für diesen Eintrag...