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Heute möchte ich mal wieder ein Buch empfehlen, dass ich bereits vor einigen Wochen gelesen habe. Es handelt sich um "Überflieger" mit dem Untertitel "Warum manche Menschen erfolgreich sind - und andere nicht" von Malcolm Gladwell.
Gladwell erklärt in seinem Buch sehr ausführlich, welche Umstände eigentlich dazu führen, dass Menschen in dem was sie tun erfolgreich sind. Woher kommen die Ausreißer vom statistischen Mittelwert und warum sind manche Menschen Genies oder Naturtalente. Wer das Buch liest begreift sehr schnell: So etwas wie ein Naturtalent gibt es eigentlich nicht. Nicht einmal Mozart war ein Naturtalent, der Musikkritiker Harold Schonberg bezeichnet ihn sogar als einen "Spätentwickler", denn Mozart hatte seine größten Werke erst geschrieben, nachdem er schon 20 Jahre Praxis im Komponieren hatte.
Gladwell erzählt die Geschichte von Bill Joy (dem Programmierer der für Sun das Betriebssystem UNIX entwickelt hat), den Beatles (die tausend Auftritte in einem kleinen Nachtclub in Hamburg hinter sich hatten bevor sie berühmt wurden) und Bill Gates. Alle diese Erfolgsmenschen haben eines gemeinsam, nämlich dass sie mindestens 10.000 Stunden an ihrem Talent gearbeitet hatten, bevor sie das wurden was sie sind.
Das Buch gibt all denen Hoffnung, die sich für nicht talentiert genug halten um etwas bestimmtes zu erreichen, denn offenbar braucht es nur genügend Übung und Durchhaltevermögen. Das gilt für Programmierer ebenso wie für Musiker, Schriftsteller und Leistungssportler. Gladwell zeigt schon im ersten Kapitel, wie man anhand des Geburtsdatums eines Sportlers feststellen kann, ob er später ein Star werden wird oder nicht.
Advertisement/WerbungEin anderer Teil des Buches beschreibt den Unterschied zwischen einem hohen Intelligenzquotienten und dem was der Psychologe Robert Sternberg als "praktische Intelligenz" bezeichnet. Es ist nämlich keineswegs so, dass Genies automatisch auch erfolgreich sein müssen.
Er erzählt die Geschichte von Robert Oppenheimer und dem eher unbekannten Cris Langan, die jedoch beide einen überdurchschnittlich hohen Intelligenzquotienten besaßen. Obwohl beide Genies waren, gelang es Oppenheimer an dem bedeutendsten wissenschaftlichen und militärischen Projekt zu arbeiten, obwohl er sich während seines Studiums als emotional labil erwiesen hatte und versucht hatte seinen Doktorvater Patrick Blackett zu vergiften.
Im Gegensatz dazu beschreib die Geschichte von Cris Langan, wie selbst ein Genie unfähig sein kann, selbst die trivialsten organisatorischen Probleme zu lösen. Es ist also diese praktische Intelligenz, die es den Menschen erlaubt erfolgreich zu sein. Ebenfalls wieder Hoffnung für all diejenigen, die eben keinen IQ von deutlich über hundert aufweisen können.
Auch der Rest des Buches ist spannend und lesenswert, insbesondere Gladwells Erklärung, wie kulturelle Unterschiede bei einer Flugzeugbesatzung zum Katastrophen führen können, und was die Fluggesellschaften inzwischen dagegen tun können.
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Überflieger: Warum manche Menschen erfolgreich sind - und andere nicht
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Überflieger: Warum manche Menschen erfolgreich sind - und andere nicht
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Wenn ihr Kommentare abgeben wollt, oder wenn ihr das Buch selbst schon gelesen habt und etwas ergänzen möchtet, könnt ihr mich über heddesheimer@gmail.com direkt ansprechen oder einen Kommentar direkt unter diesen Artikel schreiben.