Eintrag-Details: Blogartikel unterstützen, so funktioniert Mikro-Payment

13.07.2010

Blogartikel unterstützen, so funktioniert Mikro-Payment

kachingleEinige haben sicher schon bemerkt, dass ich auf meinem Weblog einen Paypal-Button angebracht habe (eigentlich schon seit einigen Jahren) und ich habe tatsächlich irgendwann einmal eine Spende von jemandem erhalten, der mir einen Dollar hat zukommen lassen. Nachdem Paypal seine Gebühren abgezogen hatte, hatte ich noch ca. 50 Cent übrig behalten (es ist der Gedanke der zählt).

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Eigentlich erwarte ich nicht, dass mir Leute Geld schicken weil sie meine Arbeit im Blog schätzen. Lieber habe ich sie als Kunden denen ich später eine Rechnung für ein erfolgreich durchgeführtes Projekt schicken kann. Kunden bezahlen nämlich gerne wenn wenn man ein Problem für sie lösen konnte. Dennoch gibt es einige Diskussion in der Blogosphäre, das einige Leser gern ihre Lieblingsblogger für deren harte Arbeit unterstützen wollen. Paypal mag hier nicht die beste Lösung zu sein, gerade wenn nur kleine Beträge gezahlt werden sollen. Aber es gibt inzwischen einige Alternativen, die ich hier vorstellen möchte.

Die erste ist etwas, das man schon auf meinen Blogseiten im Seitenstreifen unter dem Paypal-Button sehen kann. Es nennt sich "Kachingle" und man benutzt es über einen kostenlosen Account auf http://www.kachingle.com. Die Grundidee ist, das man monatlich einen etwas größeren Betrag einzahlt und diesen dann zwischen den Websites aufteilt die man mit einem kleinen Obolus unterstützen möchte. Im Kachingle Account kann man nur einen festen Betrag von 5 US-Dollar monatlich einzahlen, danach kann man beispielsweise 10 Blog-Sites besuchen die ein "Kachingle Medallion" auf den Seiten zeigen. Klickt man darauf, wird man als Unterstützer der Website gezählt. Am Monatsende werden diese fünf Dollar dann zwischen den Anbietern aufgeteilt. Wenn es zehn waren, bekommt jeder 50 Cent, waren es hundert, bekommt jeder nur 5 Cent (tatsächlich behält Kachingle 20% als Gebühr, daher sind es in Wahrheit nur 40 Cent bzw. 4 Cent in diesem Beispiel).

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Ich mag das Kachingle-System deswegen, weil ich selbst nicht gezwungen werde Geld einzuzahlen wenn ich das nicht möchte. Ich kann mein Kachingle Medallion auf die Seite packen (oder auf mehrere Websites) und erstmal schauen ob meine Leser mich unterstützen wollen. Wenn ich dann etwas zurückgeben möchte, kann ich mich später immer noch dazu entscheiden.

flattrVor einigen Wochen kam ein anderes System in die Diskussion, eigentlich ein "me too" Produkt. Es wird Flattr genannt und man kann es sich hier ansehen: https://flattr.com. Grundsätzlich handelt es sich um das gleiche Prinzip, allerdings mag ich es nicht so sehr wie Kachingle. Die abgezogene Gebühr beträgt zwar nur 10%, aber jeder der einen aktiven Account hat, muss auch Geld einzahlen. Wer also erstmal selbst kein Geld verteilen möchte, kann auch nicht von anderen unterstützt werden. Abgesehen davon ist das System ziemlich ähnlich zum Angebot von Kachingle.

goldhatEin drittes Angebot ist ziemlich neu und nennt sich Goldhat unter der URL http://goldhat.org. Es basiert auf der gleichen Idee, aber statt einen Button auf die Website zu platzieren, muss man jeden Blogartikel als einen "hatlink" in deren System manuell eintragen. Der Hauptunterschied beim Goldhat-System ist jedoch, dass jeder frei entscheiden kann wieviel Geld man für jeden dieser Links spenden möchte. Wer also glaubt, dass ein Artikel wertvoller ist als andere, kann sogar große Beträge wie $100 spenden wen man das möchte. Goldhat kassiert auch keine Gebühren wie die anderen beiden vorgestellten Systeme. Man kann also sein Geld komplett gebührenfrei einzahlen (Goldhat macht dies über Kreditkarte, nicht über Paypal) und darüber frei verfügen. Bei der Einzahlung fragt das System lediglich einmal nach, ob man 5% der Summe an Goldhat spenden möchte, um ihr Angebot zu unterstützen. Hier kann man einfach "no" ankreuzen wenn man das nicht möchte.

Permalink 13.07.2010 10:45:16, von Marian eMail , 627 Wörter, 541 mal angeschaut   German (DE) Kategorien: Quick Tipps

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