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Wer kennt das nicht? Da wird einfach mal das teuer gekaufte, oder mühsam selbst erstellte Foto von anderen Leuten auf deren Websites eingebunden. Solange das über einen direkten Link passiert, kann man solche Aktionen leicht in den Weblogs nachprüfen und bei Bedarf den Webmaster freundlich darauf aufmerksam machen. Aber was ist, wenn das Bild wirklich kopiert und möglicherweise sogar noch verändert wurde?
Hier kommt ein neuer Service ins Spiel: tineye.com liefert das geeignete Tool um solche Bilder leicht im Internet zu finden. Für Privatleute kann die Website mit zwei Optionen verwendet werden. Entweder man lädt ein Bild vom lokalen Computer hoch, oder man gibt die URL des gesuchten Bildes in ein Textfeld ein. Die Suche selbst geht rasend schnell und tineye findet überraschenderweise sogar solche Bilder, die stark verändert wurden, aber auf dem Originalbild basieren. Laut der Angaben auf der Website, hat tineye bereits 1.6 Milliarden Bilder im Suchindex und es kommen ständig neue hinzu.
Man mag ja davon halten was man will, auf jeden Fall dürfte der Service dem in Deutschland grassierenden Abmahnwahn noch einmal erneut Auftrieb geben. Für die professionelle Suche wird nämlich auch eine kostenpflichtige API angeboten, mit der sich solche Suchvorgänge automatisieren lassen. Der Preis für die Suche über die kommerzielle API liegt bei 300 US-Dollar für 5.000 Suchvorgänge oder 1.500 US-Dollar für 30.000 Suchanfragen. Für einen Abmahn-Anwalt alles keine großen Beträge und mit der API lässt sich mit Hilfe eines erfahrenen Web-Developers leicht ein komfortables Programm erstellen (Ich habe schon ähnliche Anwendungen geschrieben, die vergleichbare APIs verwenden).
Advertisement/WerbungWer den Service komfortabel für private Zwecke nutzen möchte, kann sich von der Startseite auch das Plugin für Firefox oder Chrome herunterladen. Damit lässt sich dann ein Bild direkt per Rechtsklick mit der Maus in der tineye-Datenbank suchen.
Bei meinen ersten Tests stellte sich leider heraus, dass der Service manchmal mit einer Fehlerseite antwortet, offenbar wenn er überlastet ist. Nach einigen Minuten war das Problem aber normalerweise wieder verschwunden.
Zum Schluß ein hilfreicher Tipp für alle, die sicher stellen wollen, dass sie selbst nicht versehentlich ein urheberrechtlich geschütztes Bild verwenden. Man liest ja immer wieder, dass in seltenen Fällen auch solche Bilder unbeabsichtigt in Download-Portalen landen können. Hier kann tineye helfen. Einfach das Bild über den Service prüfen. Sollte es dann bei einer professionellen Bildagentur (z.B. istockphoto.com) auftauchen, dann lieber nicht verwenden. Eine solche Suche gibt natürlich keine hundertprozentige Sicherheit, aber die großen Bildagenturen füttern die Datenbank ständig mit ihren Bildern, so dass die Chance ständig größer wird, dass man hier fündig wird.
Advertisement/WerbungAuch für die Egosuche ist tineye hervorragend geeignet. Wer wissen möchte, wo überall das eigene Konterfei im Internet auftaucht, kann dies hier schnell und einfach feststellen.
Danke an den Klawtext-Blog bei dem ich gerade in den letzten Tagen wieder von diesem Service gelesen habe.
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